Nowoselyzja

Ein kleines Dorf liegt am Fluss Luzhanka im Vorberg des Gebirgsstocks Uholsko-Schyrokoluzhanskyj und des Rückgrates Krasna. Die Bevölkerung beträgt über dreitausend Personen.

Die erste schriftliche Erwähnung des Dorfes erfolgte im Jahre 1630. 1798-1928 existierte im Dorf eine gotische griechisch-katholische Holzkirche der Christi Himmelfahrt, die leider gebrannt wurde. In den kirchlischen Büchern sind interessante Einträge erhalten. Zum Beispiel, "Der Apostel", der in Lwiw im Jahre 1696 ausgegeben wurde, wurde am 12. März 1702 für "fünf ungarische Goldmünzen" gekauft. Im Evangelium aus dem Jahr 1636 wurde es eingetragen, dass die Dörfer im Jahre 1718 beim Priester Ioan Tjaskow eine Glocke für 20 Goldmünzen gekauft haben.

In der "Chronik des Dorfes Nowosselyzja" vom hiesigen Altarist Stepan Bendas wurde der Bau der neuen Steinkirche beschrieben. Dazu bereitete man sich noch aus dem Jahr 1863 vor. Die Bürger des Dorfes kauften eine Konzession auf eine Schenke, die Geldeinkommen für den Bau der Kirche versichern sollte. Lokale Juden waren einverstanden, 25 Florine pro Jahr zu zahlen, um die Schenke nicht aufzulösen. Der Bau der Steinkirche wurde im Jahre 1931 beendet, in der sowjetischen Zeit gehörte die Kirche der orthodoxen Gemeinde.

Im Jahre 1993 wurde die orthodoxe Mariä-Verkündigung-Kirche aus Stein gebaut. 2012 wurde eine neue Schule für 500 Schüler errichtet.

In Nowosselyzja wird rosa Marmor abbgebaut und verarbeitet. Mit diesem Marmor wird ein Teil der U-Bahnstationen in Kyjiw und Moskow angeblendet. Im Dorf gibt es auch bedeutende Kalksteinvorräte und Quellen mit Fluorgehalt.

In der letzten Zeit entwickelt sich aktiv in Nowosselyzja und Umgebung der grüne Tourismus.

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