Die Slowakei



Die Slowakische Republik (slowakisch Slovenska republika, Slovensko) befindet sich im Mitteleuropa, grenzt an die Ukraine (die gemeinsame Grenze ist 90 km), Polen (444 km), Ungarn (515 km), Österreich (91 km), die Tschechische Republik (215 km) an. Staatsgebiet ist 48 845 km2. Die Slowakei teilt sich in 8 Länder, die sich seinerseits in 79 Gebiete teilen.

Die Bevölkerung ist etwa 5,415 Millionen Einwohner. Es gibt 85,5% der Slowaken, 11% der Ungarn, 1,5% Rumänen, 1,1% der Tschechen, weniger als 1% der Russen und Ukrainer.

Die grosse Städte sind Bratislawa (die Hauptstadt, 548, 6000  Einwohner), Košice (245, 2000  Einwohner), Prešov (95, 8000  Bewohner), Žilina (87,8000 Einwohner), Nitra (87, 3000  Einwohner).

Bratislawa ist eine der jüngsten Hauptstädte Europas. 1993 ist sie die Hauptstadt der unabhängigen Slowakei geworden. Das ist die grösste Stadt des Staats, wo es auf dem Gebiet 367,5 km fast 550, 000 Bewohner gibt. Die Stadt befindet sich auf beiden Ufern der Donau. Der größere Teil der Stadt befindet sich in einer Niederung und der Rest ist auf den waldigen Hügeln der Kleinen Karpaten, wo der mächtige Bogen der Karpaten sich anfängt.

Die wichtige Marksteine der Slowakischen Geschichte sind: 1291 Jahr  — die Gewährung der Rechte von der freien Königsstadt und der Zeitraum zwischen 1563-1830, als Bratislawa eine Krönungstadt des Ungarnkönigreichs war. Das historische Stadtzentrum, wo es fast 300 Architekturdenkmäler gibt, hat die Krönungen von 11 Monarchen (einschließlich der Kaiserin Maria Theresia) und 8 Königinnen gesehen. Gerade in der Regierung von Maria Theresia (Jahre1741-1780) hat Bratislawa ihre Architektur-, Sozial- und Kulturaufschwung erlebt. In Begleitung von Aristokraten, die hier prachtvolle Rokoko- und Klassizismusschlösser erbaut haben, hat die Kaiserin gerne die Stadt besichtigt. Eines von ihnen ist das Schloss von Grasalkowitsch, das jetzt der offizielle Wohnsitz des Präsidenten von der Slowakischen Republik ist.

Die Slowakei ist das Land der unglaublichen Naturkontrasten: Gebirgsstöcke der Hohen (Der Gerlachovský štít) und Niedere Tatras (der Berg Damber, 2655 Meter), Krater der toten Vulkane, grossartige unterirdische Höhlen, Wasserfälle und Thermalquellen. Das Land besitzt 200 Touristenzetren, wo es alles für aktive Erholung im Winter sowie im Sommer gibt.

Man hält die Slowakische Höhlen für einzigartige. Seit 2009 sind zwölf Höhlen des National Parks "Der Slowakische Karst" für Touristen und Besucher geöffnet. Am bekanntesten sind die Höhle in Domica, die Höhle in Jasov, die Aragonithöhle in Ochtiná und die Höhle in Gombasek. Die Krásnohorská Höhle kann man nur in Begleitung von einem Höhlenforscher besichtigen. Hier gibt es eine Travertinsäule 32,6 Meter hoch, die unter anderen ähnlichen Bildungen am grössten ist und als ein Rekord im Guinnes-Buch der Rekorde aufgenommen ist.

Die Slowakei ist schon seit langem durch Mineralquellen und Thermalwasser als ein Kurort bekannt. Piešťany, die ein internationales Zentrum für die Behandlung der Lokomotorapparatkrankenheiten, Arthritis und Erkrankungen des zentralen Nervensystems ist, hat 12 Quellen des Mittelmineral-, Sulfatischbiokarbonat- und Kalziumnatriumthermen. Außerdem, hält man die Schwefelmoorbäder für die hochwertigsten Mineralschlamme der Welt.

Der älteste Slowakische Kurort liegt in Bardejow. Sein Heilwasser wurde zum ersten Mal im 1247 erwähnt und 1505 wurden 6 Badräume an seinen Quellen erbaut. Der Kurort wurde von Monarchen besucht (die Kaiserin Maria Luisa, der russische Kaiser Aleksander, die Kaiserin Elizabeth, die Frau von Franz Joseph I - Sisi). Die Modernisation hat sich im Bardejowkurort in den 60. Jahren des 20. Jahrhunderts angefangen. Damals sind die Badeklinik mit einem gedeckten Schwimmbad, neue Kurheime und Hotels erschienen. Zehn Biokarbonatchlor-, Natrium- und Kohlensauerquellen werden für Trinkkuren, Inhalationen und Wasserkuren gegen Stoffwechselstörung, Verdauung-, Harnblase- und Nierenkrankenheiten benutzt.

Der jüngste und wärmste Slowakische Kurort (die Stadt Dudnice) liegt am Abhang des Krupynsken Talkessels. Er läuft seit 1951 aus, als das erste Kurheim mit Wannen gebaut wurde. Die kalte und kühle minerale Biokarbonatchlor-, Nautriumkalzium- und Kohlensauerwässer werden in Dudnice für Behandlung des Rheumatismus, der Bechterew-Strümpel-Krankheit, der Nerven- und Herz-Kreislaufkrankheiten benutzt. Wegen des einzigartigen Chemischgehalts und des Einfluss auf Gesundheit setzten Fachmänner das Wasser in Dudnice den Wässern im französischen Kurort in Vichy gleich.

Der Erzbergort Baňská Štiavnica mit seinem einzigartigen Erzberg- und Hydroindustriesystem macht sich touristisch interessant (60 künstlicheWasserbecken, die mit Bogen und Wasserstollen gebunden sind, die unter dem Ort für ein paar Kilometer an den 17. Stöcken und 900 Meter tief gegraben sind) . Man nennt Baňská Štiavnica ein Silberort wegen der Silbergewinnung und des Bewohnerwohlstands. Nur im 1740 wurde hier fast 23 000 kg Silber und 600 kg Gold gewonnen. Als Beweisgrunde des Reichtums der Stadt und seiner Einwohner gibt es 215 National- und Kulturdenkmäler sowie zwei Shlösser innerhalb eines Orts und zwei Basilikas, die fast nebenbei von einander liegen. Die Bergbauentwicklung in Baňská Štiavnica, die die dritte grosse Ungarnstadt des 18. Jahrhunderts war, wurde von der Entscheidung von Maria Theresia im Jahre 1762 eine Bergbauakademie zu begründen bestätigt, die die erste technische Lehranstalt in der Welt ist. Heute ist der Bergbau hier bloß ein touristisches Lockmittel. Bei den Wasserbecken, die auf den Hügeln in Baňská Štiavnica bewahren sind, gibt es Touristentropen. Unter dem Boden gibt es ein Bergwerk- und Stollenlabyrinth mit Gebirgsmechnismen, und an der Oberfläche sind Bau- und Technische Denkmäler. Das Freilichtgebirgsmuseum organisiert Besichtigung und Bergwerkabstieg.

Historische Quellen teilen uns mit, dass es in der Vergangenheit etwa 300 Burgen in der Slowakei gab. Auf den gegenwärtigen Karten gibt es 168 Burgen, darunter 109 nationale und kulturelle Denkmäler sind. Einer der grössten Slowakischen Burgkomplexe ist die Trentschine Burg. Es ist ein Burgkomplex (die Burgen von Zapolya, Barbora und Ludowik) und der Turm von Matthäus Csák von Trentschin mit 4 Meter dicken Wänden. Drinnen gibt es Expositionen des Trentschinen Museums in der Burg, u.a. die Erbgalerie von Illeschhayi, ehemalige Burgbesitzer. Außerdem erweckt Interesese einzigartige und riesige unterirdische Räume des Militärbaus der Burg namens Tscherweny Stein (der grösste Raum ist 70 Meter lang und 9 Meter hoch). Die Apotheke "Goldadler" (17. Jahrhundert) stellt die Rarität der Burg sowie Gemäldegalerie mit den Porträts von Maria Terezia, Franz Lotarynz und andere Vertreter von aristokratischer Herkunft dar. Heute gibt es thematische Expositionen von dem Slowakischen Nationalmuseum in den Innenräumen der Burg. Darunter gibt es eine rare Kollektion von Möbeln, orientalischen Teppichen, Keramik, Porzellan und Gewehr.

Nicht weniger interessant ist der einzigartige Komplex Zipse Burg (slowakisch: Spišský hrad), der einer der grössten Burgkomplexe in Mitteleuropa ist, so wie die Denkmäler in seiner Umgebung — Spišské Podhradie, Zipser Kapitul und der Tempel vom Heiligen Geist im Dorf Žehra. Dieser Komplex ist entzückend in unbeschädigtem Zustand bewahrt, dass sehr selten passiert. Er besteht aus einem grossen Feudalhaus zusammen mit einem Handels- und Handwerkort, dem gegenüber ein Befestigungsplatz des Kirchenamts liegt. Er liegt 19 km weit von der Stadt Levoča. Man kann den Burg von der Seite des Dorfes Hodkowci, nicht weit vom Dorf Žehra, besichtigen. In einer Entfernung von 6 km liegt der Zipser Kapitul.

Die Arwaburg liegt auf der wichtigen Hauptleitung von Polen durch die Slowakei nach Österreich und Ungarn. Diese unglaubliche Schöpfung der Mittelalternmeister erhebt sich über dem Fluss Oriawa auf der Höhe 112 Meter und ist der Haupttouristenreizt in Orawa. Jetzt befindet sich eines der ältesten Museen der Slowakei in der Burg.

Es gibt sieben Slowakische Denkmale, die zur Welterben gehören.

  • Das historische Stadtzentrum Banská Štiavnica
  • Das historische Stadtzentrum Bardejov
  • Die Zipser Burg, die Stadt Leutschau und damit verbundene Merkmale, Eperieser Landschaftsverband
  • Das Dorf Wlkolinez, die Stadt Rosenberg
  • Der Park Slowakischer Karst, neben der Stadt Rosenau
  • Buchenurwälder der Karpaten (die Reservate Havešová, Rožok, Stužica, gemeinsam mit der Ukraine)
  • Holzkirchen der Slowakischen Karpaten